Das Lehen

Wo liegt Reichenstein

Das Lehen Reichenstein liegt im Nordwesten der Grafschaft Marsault an der Grenze zu Rhumforte. Es ist – wie beinahe alle Lehen in der Kornkammer Marsault – nicht übermäßig groß, doch vergleichsweise gut befestigt. Reichenstein ist mit prächtigen Erträgen aus dem Weizen- und Apfelanbau gesegnet. Nicht ganz 300 Einwohner leben und werken im Dorf direkt unterhalb der Burg Reichenstein sowie den kleinen Weiler im Forst.

Besonders bekannt ist der Lutzhofer Schnaps. Dieser stammt aus der kleinen aber feinen Brennerei des namensgebenden Lutzhofes.

 


Das „Reichensteiner Sechskant“

sechkantUrsprünglich eine einfache, haltbare Hirtennahrung, die leicht transportiert werden kann ist das „Sechskant“ inzwischen zu einer kleinen Leckerei geworden, die aber auch heute noch ihren ursprünglichen Zweck erfüllt, sei es nun unter Hirten, Bauern oder Soldaten. Anders als das Brot vieler Armeen ist dieses jedoch locker, luftig und dank Honig und Mandelmilch süß und wohlschmeckend. Sicherlich ist es weit weniger lange haltbar als andere Armeebrote, aber man sagt, daß dies nicht wichtig ist, bewegt sich der Reichensteiner Kämpfer selten und ungerne mehr als 10 Meilen vom heimischen Backofen weg.
Man sagt die eigenwillige Form rührt daher, daß einer eine blinden Bäckerin durch das Schräghalten ihres Brettes auf dem Weg zu ihrem kleinen Marktstand gleich reihenweise die rechteckigen Brote hinunterschlitterten. So dachte die schlaue Bäckerin lange nach und kam auf die Idee, daß wenn die Brote ineinandergreifen, sie sich gegenseitig Halt geben können. Und so hat jede Reichensteiner Hausfrau heutzutage eine Sechskant-Form in ihrer Küchen.

 


Milizarmee

Der Herr Ritter unterhällt eine Milizarmee. Das heisst, dass jeder Bürger in seinem Lehen Wehrpflichtig ist. Und zwar das ganze drei Wochen pro Jahr. Die drei Wochen sind allerdings exklusive Weg.

Und zwar läuft das folgendermassen ab.

Der Büttel kommt ins Dorf, zeigt wahllos mit dem Finger auf Leute und gratulliert ihnen, dass sie sich Anfangs nächster Woche  in der Kaserne melden dürfen. In der Kaserne wird einem dann ein wahlloser Helm und eine Wehr verpasst und man bekommt seinen 3 Wochenauftrag. Solche Aufträge können unter Anderem sehr angenehm sein. Man kann z.B. 3 Wochen lang die leerstehende Burg des Herr Ritters bewachen, ist in Warmen Kammern und hat 3 Mahlzeiten pro Tag. Andersherum wird man irgendwohin geschickt und macht 3 Wochen Feldarbeit/Krieg, und läuft  die Hin- und Rückreise ist dabei natürlich exklusive. Wo man aber auch immer ist, es wird täglich Sold ausgezahlt.

Wenn man nicht gerade Wachestehen/Dienste erfüllen, dann ist man einfach der Bauer/Handwerker/Magd/etc.. wie immer.  Waffen, Rüstung und Helme werden nur zum Reisen, Üben, und auf Wunsch des Ritters ausgegeben. Es ist Kasernenmaterial und braucht deshalb einen Grund für den Verschleiss (Bitte jeder selbst sein Material mitbringen).

Wichtig:

Milizsoldaten sollen sich bitte auch als solche verhalten. Soll heissen in Tavernen von grossen Taten sprechen und auf dem Feld als Erster wimmernd zusammenbrechen/fallen/verstecken/verschlaufen/etc…
Sollte der Ritter mal zuschauen, dann kann man sich auch mal ein Herz fassen.

 


Hahnenkämpfe

Reichenstein ist für seine Hahnenkämpfe berühmt.

Der Ritter und auch das Volk tragen Zwiste mit ihren Hähnen stellvertretend aus. Das kam nachdem damals das Edikt erlassen wurde, dass sich wegen Grenzstreitereien unter 50m² nicht mehr die Rüben eingeschlagen werden durften. Seitdem hat das Wetten um Land bei Hahnenkämpfen deutlich zugenommen. Es haben bereits mehrmals ganze Gehöfte so den Besitzer gewechselt.

 


Petanque de Dascon

Seit Jahren ist Petanque fester Bestandteil des Spiels in und um Dascon. Sei es als Zeitvertreib dasconscher Gefolge auf Turnieren oder auch als im Geheimen praktizierter, streng verbotener Sport in gewissen Bereichen der Markgrafschaft, die Dasconer werfen sich munter die schweren Kugeln um die Ohren.
Aus aktuellem Anlass (und weil der ursprüngliche Thread dem Servercrash zum Opfer fiel) stelle ich an dieser Stelle die offiziellen Wettkampfregeln für Petanque vor. Sie sind zum allergrößten Teil die realen Regeln aus dem schnöden Wikipedia und nur geringfügig an den Hintergrund und realistische Spielzeiten auf einer Veranstaltung angepasst.
Wenn jemand noch ergänzende Ideen oder etablierte Spielweisen hat, her damit (wobei letztere evtl. auch etwas für „wildes“ Petanque abseits von Wettkämpfen sein kann)

Reglement
Gespielt wird auf jedem Gelände; ein ebenes, glattes Spielfeld oder Banden wie bei der Variante Boccia bzw. bei der Bowls-Variante sind nicht erforderlich. Wenn in abgegrenzten Feldern gespielt wird, müssen diese Spielfelder bei Meisterschaften 15 m mal 4 m betragen, mindestens aber 12 m
× 3 m groß sein. Sehr viel kleinere Felder sind für das Pétanque-Spiel nicht geeignet.

Formationen
Beim Pétanque stehen einander immer zwei Formationen gegenüber, jede verfügt über die gleiche Anzahl Kugeln. Folgende Formationen sind üblich:
– 1 Spieler gegen 1 Spieler (tête à tête) – 3 Kugeln pro Spieler (6 Kugeln)
– 2 Spieler gegen 2 Spieler (doublette) – 3 Kugeln pro Spieler (12 Kugeln)
– 3 Spieler gegen 3 Spieler (triplette) – 2 Kugeln pro Spieler (12 Kugeln).
Beim Training, beim freien Spiel und beim Supermêlée spielen auch unterschiedliche Formationen gegeneinander.

Aufnahmen
Das Spiel ist in Spielabschnitte, sogenannte Aufnahmen unterteilt. In jeder Aufnahme wird zunächst die Zielkugel geworfen, anschließend spielen beide Mannschaften nach einer besonderen Reihenfolge all ihre Kugeln – es sei denn
– ein Team hat 13 Punkte erreicht und die andere Mannschaft hat keine Kugeln mehr.
– die Zielkugel ist ins Aus gegangen.
Zu Beginn des Spiels wird durch Münzwurf ermittelt, welche Mannschaft das Spielgelände aussuchen darf und als erstes die Zielkugel wirft (das Aussuchen des Spielfeldes erübrigt sich, wenn, wie auf manchen Turnieren, Spielfelder zugewiesen werden). Ein beliebiger Spieler der so ermittelten Mannschaft wirft nun die Zielkugel auf 6 bis 10 m. Derjenige Spieler, der die Zielkugel wirft, und der die erste Kugel wirft, kann, aber muss nicht
derselbe sein. Nach dem Auswerfen der Zielkugel:
1 wirft nun ein Spieler derselben Mannschaft eine Kugel in Richtung Zielkugel. (Diese Kugel hat zunächst den Punkt.)
2 dann wirft ein Spieler der anderen Mannschaft eine Kugel in Richtung Zielkugel. Ist diese näher an der Zielkugel als die Kugel der ersten Mannschaft (die den Punkt hat), ist die erste Mannschaft mit dem Werfen einer Kugel an der Reihe. Ansonsten muss dieselbe Mannschaft weiterwerfen, bis sie den Punkt oder keine Kugeln mehr hat.
3 Es muss immer ein Spieler der Mannschaft, die nicht den Punkt hat, eine Kugel werfen.
4 Hat eine Mannschaft keine Kugeln mehr, kann die andere Mannschaft die noch nicht geworfenen Kugeln spielen.
5 Am Ende einer Aufnahme erhält die Mannschaft Punkte, deren Kugel am nächsten an der Zielkugel liegt. Sie erhält so viele Punkte wie sie Kugeln hat, die näher an der Zielkugel liegen als die beste Kugel der gegnerischen Mannschaft. Es können also maximal 6 (bzw. beim Tête-à-tête 3) Punkte pro Aufnahme erzielt werden.
Es gibt zahlreiche Regelfeinheiten. So gilt z. B. für den Fall, dass die Zielkugel auf verbotenes Gelände (ins Aus) gelangt:
– haben beide Mannschaften noch nicht gespielte Kugeln oder keine Kugeln mehr, erhält keine Mannschaft einen Punkt (Null-Aufnahme)
– hat nur eine Mannschaft noch nicht gespielte Kugeln, zählen diese je einen Punkt.
Kugeln, die im verbotenen Gelände liegen oder überqueren sind ungültig.
Dann beginnt die nächste Aufnahme. Es beginnt die Mannschaft, die den Punkt gemacht hat. Diese wirft von der Stelle, an der am Ende der vorherigen Aufnahme die Zielkugel lag, die Zielkugel sowie die erste Kugel. Diese und weitere Aufnahme verlaufen ansonsten wie die erste Aufnahme.

Ende des Spiels
Eine Begegnung geht, wenn keine Zeitbegrenzung für die Veranstaltung gilt, bis sieben Punkte. Es werden also mindestens zwei Aufnahmen gespielt.

Zeitregeln
Ein Pétanque-Spiel ohne Zeitbegrenzung kann in Ausnahmefällen mehrere Stunden dauern; vor allem, wenn mehrere Null-Aufnahmen gespielt werden. Die Pétanque-Regeln bestimmen lediglich ein Zeitlimit von einer Minute zwischen dem Wurf der Zielkugel und dem der ersten Kugel, sowie den dann folgenden Kugeln. Wird gemessen, beginnt die Zeit nach diesem Vorgang zu laufen. Für das evtl. Suchen einer nicht auffindbaren Zielkugel stehen maximal 5 Minuten zur Verfügung. Der Veranstalter kann eine Zeitbegrenzung beschließen. Diese sieht in der Regel eine bestimmte Zeit, zuzüglich einer oder zwei weiterer Aufnahmen vor. Nach Ablauf der Zeit wird in der Regel die laufende Aufnahme zu Ende gespielt, dann die zusätzliche(n) ufnahme(n). Bei einem Punktegleichstand wird in der Regel eine weitere Aufnahme gespielt.

Messen
Wenn unklar ist, welche Kugel am nächsten ist, wird gemessen. Da dieses für den Spielverlauf und die Punktevergabe von entscheidender Bedeutung sind, ist das Messen genau geregelt. Zunächst obliegt das Messen dem Spieler, der die letzte Kugel gespielt hat oder einem seiner Mitspieler. Danach hat ein Spieler der gegnerischen Mannschaft das Recht nachzumessen, im Zweifel wird ein Schiedsrichter hinzugebeten. Das Messen muss mit geeigneten Messgeräten erfolgen, jede Mannschaft muss ein Messgerät haben. Das Messen mit den Füßen ist beim offiziellen Wettkampf ausdrücklich verboten. Gemessen wird in der Regel mit einem Maßband. Ist der Abstand damit nicht feststellbar, wird eine Tirette verwendet, ein Gliedermaßstab mit ausschiebbarer Zunge. Sie wird herausgeschoben und zwischen die zu messenden Kugeln und die Zielkugel gehalten, wobei die Zunge Richtung Zielkugel zeigt. Dieser Vorgang wird für alle fraglichen Kugeln ausgeführt. In der Regel lässt sich dadurch die Punktkugel ermitteln. Ist dies nicht möglich, kann mit einem Zirkel gemessen werden, der auch zum Einsatz kommt, wenn nicht anders gemessen werden kann. Haben zwei gegnerische Kugeln den gleichen Abstand zur Zielkugel oder berühren beide diese, gibtes folgende Möglichkeiten:
1. Beide Mannschaften haben keine Kugeln mehr, dann ist dies eine Null-Aufnahme.
2. Nur eine Mannschaft hat noch Kugeln, dann werden diese noch gespielt.
3. Beide Mannschaften haben noch Kugeln, dann spielt zunächst die Mannschaft, die die letzte Kugel geworfen hat, noch einmal, dann die andere. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis eine Mannschaft den Punkt hat, nur noch eine Mannschaft Kugeln hat (dann wird nach Nr. 2 verfahren).
Dieselben Regeln werden sinngemäß angewandt, wenn alle geworfenen Kugeln auf dem Feld (auf verbotenem Gelände) liegen.
Verschiebt ein Spieler eine Spiel- oder Zielkugel beim Messen, so geht der Punkt an den Gegner.
Verschiebt ein Schiedsrichter eine Kugel, so entscheidet er nach bestem Wissen und Gewissen.
Dazu ist es sinnvoll, sich vor dem Messen einen Eindruck zu verschaffen.

Schiedsrichter
Zur Leitung offizieller Wettbewerbe werden Schiedsrichter eingesetzt, die die strikte Einhaltung der Spielregeln und der begleitenden Bestimmungen überwachen. Sie können Spieler und Mannschaften vom Wettbewerb ausschließen. Außerdem sollen sie „Zuschauer […], die durch ihr Verhalten den Anlass zu Zwischenfällen auf dem Spielgelände geben“, zur Ruhe bringen und den Fortlauf des Wettkampfes sicherstellen.

Taktik
Innerhalb der Mannschaften kann man die Aufgaben der einzelnen Spieler unterscheiden. In der Einerkonstellation des „tête à tête“ muss der Spieler sowohl Legen als auch Schießen können. In der Zweiermannschaft des Doublette übernimmt für gewöhnlich ein Spieler den Part des Legens (Leger oder Pointeur), wohingegen sich sein Mitspieler auf das Schießen, also das Entfernen gegnerischer Kugeln, konzentriert (Schießer, Tireur). Im Dreierteam des Triplette kommt noch ein weiterer Spieler hinzu. Er kann sowohl gut Schießen als auch Legen, weswegen er als „Milieu“ den Platz in der Mitte des Teams einnimmt und seine Kugeln stets je nach Situation verwendet. Grundsätzlich ist diese Rollenverteilung innerhalb der Mannschaft jedoch nicht zwingend, sie kann jederzeit geändert werden. Es kann eine zielführende Taktik in einer Aufnahme sein, den gegnerischen Leger zum Schießen oder den gegnerischen Schießer zum Legen zu zwingen, also den Spieler zu der für ihn ungewohnteren Technik zu zwingen, in der Hoffnung, dass er dann mehr Fehler macht. Umgekehrt wird häufig „gedreht“, also der Rollentausch als taktisches Mittel angewendet. Insbesondere, wenn der Gegner gerade überlegen ist, kann diese Maßnahme eine entscheidende Wende herbeiführen.

Boden lesen
Ähnlich wie beim Golf lesen die Spieler (vor allem beim Legen) den Boden. Da Pétanque auf jedem Boden gespielt wird, muss die Beschaffenheit des Bodens, kleine und große Unebenheiten, kleine und große Hindernisse sowie die Löcher, die von bereits gespielten Kugeln gemacht wurden, in die
Wurfplanung einbezogen werden. Bei schwierigen Bodenverhältnissen erkundet der Spieler das Spielfeld (auch in der Hocke sitzend) von mehreren Seiten. Hindernisse dürfen während einer Aufnahme grundsätzlich nicht entfernt werden. Vor einem Wurf darf jedoch ein beliebiges Loch, das beim Auftreffen der Kugel auf dem Boden entsteht, dichtgemacht werden. Das „Loch wegmachen“ ist eine taktische Variante. Dabei ist entscheidend, ob der Aufschlagpunkt (das Donnée) von der eigenen Mannschaft noch einmal genutzt werden soll und ob zu erwarten ist, dass der Gegner diesen benutzen will.

Studieren des Gegners
Eine wichtige Voraussetzung für die eigene Spieltaktik ist die Kenntnis des Gegners, seiner Fähigkeiten und Spielgewohnheiten. Dabei wird sowohl auf die Erfahrung früherer (selbst gespielter oder beobachteter) Spiele als auch das aktuelle Spiel berücksichtigt. Analysen vor wichtigen Wettkämpfen sollten Teil der Vorbereitung sein.

Das Werfen der Zielkugel

Die erste taktische Maßnahme ist das Platzieren der Zielkugel (Cochonnet, Schweinchen etc.). Dabei sind sowohl die Fähigkeiten des eigenen Teams als auch die des Gegners zu berücksichtigen. Zunächst ist die Länge entscheidend. Manche Spieler können besser auf eine kurze (6 m), mittlere (7–8 m) oder lange Distanz (9–10 m) legen oder schießen. Für den Leger ist es zudem wichtig, ein geeignetes Donnée in einer von ihm bevorzugten Weite sowohl vom Abwurfpunkt als auch vom anvisierten Ziel zu haben. Sind die Vorlieben und Fähigkeiten der Gegner bekannt, ist auch das zu berücksichtigen. Ebenso wird bei einer hohen Führung und eigener hoher Punktzahl ein Platz für die Zielkugeln gewählt, von dem angenommen wird, dass hier nur wenig Punkte erzielt werden können, damit der Gegner nicht aufholt. Bei bestimmten Spielständen kann es zudem wichtig sein, die Zielkugel so zu platzieren, dass sie leicht ins Aus befördert werden kann.