Der Tross

Bekannte Gesichter im Ulrichtross.

 

Claudine

claudineIst so um die zwanig Jahre alt und der Unschuld liebstes Stiefkind. Geboren von der stets vielbeschäftigten zweiten Köchin irgendwo zwischen Küche und Stall auf Burg Reichenstein, wuchs klein Claudine von allen und niemandem erzogen unter der Herrschaft, den Knechten und den Mägden auf – und schon früh enwickelte sich so neben ihrem großen Mundwerk vor allem auch die bedienungslose Treue zu Reichenstein und allen seinen Bewohnern. Sie schwört Stein und Bein, dass die Herrin von Reichenstein einmal von einem mit viel Herzblut gebackenem Sandmatschkuchen gekostet hat, den Claudine ihr mit vier Jahren stolz im Hof serviert hatte.
Die jungen Herren, obwohl allesamt viel älter, waren eindeutig nicht allein lebensfähig und im Grunde auf Claudines erwachende Fürsorge angewiesen – auch wenn der Herr Ulrich gerade dann auf Fahrt mit Dieuleveut ging, als sie mehr als Schlammkuchen zustande brachte, der junge Herr Godefroy  nie Freude an der Aufmerksamkeit des braven Mägdleins hatte, und der junge Herr Jerome sie zu dieser Zeit mit Vorliebe an den Haaren zog und auf seinem Kriegssteckenpferd umritt.
Nur wenige Jahre später aber verstaubte das Steckenpferd (eigentlich nicht, denn Claudine kümmerte sich natürlich um das verhasste Ungetüm), geschäftiger Ernst kehrte in den Herzen der Söhne Reichensteins ein – langweiliger Ernst.
Claudine putzte, werkelte, bediente, nähte und half in der Küche; wenn sie zur Abwechslung mal erwischt wurde beim selbstständigen Verköstigen des klaren Reichensteiner Obstlers setzte es Prügel, wenn nicht, nicht.
Als sie so etwa fünfzehn Jahre alt war wurde Reichenstein an den ältesten Sohn des Herren übertragen, den frischgebackenen Ritter Ulrich. Das gab eine unglaublich große Feier mit dermaßen viel Lutzhofer Obstler, dass Claudine sich am nächsten Morgen als persönliche Magd des jungen Herren wiederfand, der noch dazu nicht plante, sonderlich viel Zeit zuhause zu verbringen – schockierend! Nie in ihrem Leben hatte sie bisher Reichenstein verlassen, selten genug die Burg.
Zum Glück kehrt der Herr Ridder regelmäßig zurück, wenn seine Kasse sich gefährlich leert (was auch nie lange braucht, der Herr Ridder lebt auf großem Fuß), außerdem stellte sich heraus, dass das Leben und Reisen mit dem Turnierritter außergewöhnlich viel Spaß, ordentlich Lohn und nicht zu verachtende Mengen Wein&Schnaps mit sich bringt.

 


Elena Fredo

Elena ist das dritte Kind und einzige Tochter von Leonardo Fredo, einem angesehenen und reichem Tuchhändler aus Dascon Stadt. Als Kleinod ihres Vaters und unter dem Schutz ihrer beiden größeren Brüder (Albertus, rechte Hand des Vaters, und Frederik, Kapitän und im Auftrag des Vaters unterwegs) wuchs sie gut behütet und ohne Sorgen auf. Dabei achtete ihre Mutter Irmgard sehr darauf, dass sie im ceridischen Glauben erzogen wurde.
Schon früh entwickelte Elena eine große Neugier gegenüber allem, was ihr begegnete. Außerdem zeigte sich, dass sie an typischen Frauendingen, wie sticken und Haushalt führen, kein Interesse hatte. Der Tag, an dem sie erfuhr, dass sie auf die Universität zu Dascon gehen durfte, war dementsprechend der schönste Tag ihres bisherigen Lebens.
Sie scherte sich nicht um die anfänglichen Hänseleien wegen ihres Geschlechts und bald verstand sie sich außerordentlich gut mit ihren männlichen Kommilitonen, sodass sie sogar erstes weibliches Mitglied der Burschen wurde. Bei den Burschen lernte sie auch mit dem Bogen zu schießen. Nach ihrem Abschluss wurde sie zum Ehrenburschen ernannt.
Zur Zeit reist sie im Gefolge des Ritters Ulrich de Sevigny als Schreiberin, um mehr von der Welt zu sehen und möglicherweise Gelehrte aus anderen Ländern zu treffen.

Elena war schon immer etwas naiv und schusselig. Sie vergisst ständig, wo sie ihren Stift hingetan hat. Selbst, wenn sie ihn dann immer wieder am gleichen Platz wieder findet. Sie versteht auch nicht wirklich, warum Männer und Frauen soviel Umstand um freigelegte Knöchel machen. (Sicherheitshalber achtet sie aber darauf, dass ihre Knöchel immer bedeckt sind.) Und Zweideutigkeiten erkennt sie fast gar nicht (seit sie im Gefolge des Herrn Ulrich ist, ändert sich das jedoch langsam), so dass sie sich meistens sehr wundert, wenn die anderen über etwas lachen, das offensichlich nicht lustig ist.

Seit kurzem ist Elena verheiratet. Sie kann sich nicht ganz erklären, wie das kommen konnte, aber bisher ist sie mit ihrer Ehe ganz zufrieden. Das könnte auch daran liegen, dass sie ihren Mann schon länger nicht mehr gesehen hat. Und mit ihrem Ehevertrag ist sie auch ganz glücklich. Sie wundert sich nur, dass die Adligen immer sehr überrascht über dessen Existenz sind und sich noch mehr über dessen Inhalt wundern. Der Vertrag ist zudem wohl der meist vorgelesene Vertrag der Welt.

 


Otto Unterdorfer 
Küchenhilfe/Koch/Bursche-für-Alles

kelmon

Otto Gummersbacher ist Bauernssohn, der von seinen Eltern schon in jungen Jahren für Fronarbeiten auf das jetzige Lehen des Ulrich der Sevigny geschickt wurde, bevor dieser es erhielt. Dort wurde er vor allem für Hilfe in der Küche, beim Unkraut jäten im Kräutergarten und auch mal für die Versorgung des Viehs eingesetzt. Als schließlich das Lehen den Besitzer wechselte, war er gut genug mit dem Haushalt vertraut, um von Herrn Ulrich als Knecht angestellt zu werden.

Da ich gerade erst die Karte von Reichenstein sah: Der kann dann auch „Otto Unterdorfer“ heißen.
Spielen will ich den ein bisschen (sehr) dumm, ein bisschen durchtrieben, und ein bisschen viel Spiel, Alkohol und Frauen zugetan.

 


Eugene Ritter
Hello my name is Eugene Ritter. I am not a knight but my father was. My mother who was a whore told me he was a famous knight.

Early in my life the whore house caught on fire acidentally when it fell out of the hand of a priest and on to the roof of the whore house. I fled with the few remaining whore and luckily found an abandoned whore boat.

This is when I started my carreer as the captain of a „Whores at Sea“ a boat that delivers whores to sailors while they are at work. However I never got my first customer because the boat accidently ran into some rocks while one of the whores was showing me a new technique she was practicing while I was driving the boat.

It turns out I am an excellent swimmer, the whores not so much and the boat definitely not. As I dragged myself out of the ocean, luck turns out there was an abandon fishing boat full of fishing supplies.
This is when I started my carreer as a captain of my fishing boat „Fisherman at Sea“. I soon had a boat full of fish until it accidently hit some rocks as I was observing a naked young maiden washing her clothes. I found then that I was still an excellent swimmer as were the fish. The young maiden was so happy to see me alive she welcomed me with open legs (strange custom). Anyway she enjoyed it a bit too much and the noise brought her brother to the beach.

I found myself quickly married and on the road with my new brother in law to find a job to support my wife.
This is were I started my carreer as a fashion collector. Our first stop was the honorable Baron Darkgold.  Baron Darkgold was really into the latest fashion. He absoultely needed every new coin purse that was on show in the market place. I helped him collect all the coin purses around big and small. However that job ended with a arrow accidently fell into the chest of the Baron.

This is when I started my carreer as a Viking. We moved on where I got a job on a Viking boat as the helmsman since I was quite the sailor. However that quickly ended when my boat accidently hit another viking boat as I was watching the Vikings on land enjoying their recent victory. After all that time I still can swim like a fish. I made it to shore and after some walking found a cave.

This is where I started my career as a dwarf miner. I soon found a huge ruby which I removed from under a support beam. The support beam was so sad to see the gem leave it fell over collapsing the cave walls on the poor dwarves. No where else for me to go I went deeper into the cave.
This is where I started my career as a compainion for a troop of dark elf maidens. Quite tiresome work. Finally the maidens were all sleeping with smiles. I found myself extremely hunger and wandered off to find food. I wandered out of the caves and entered a large village.

This is where I started my career in a exchange servant program. I meet a Kammerer who signed me up as a servant for a Lord Ulrich. Apparently I was to exchange jobs with a servant of this Lord Ulrich. I did not have a job so thought it was a good idea. The old servant of Ulrich thought to exchange wives. He took mine and apparently I took his. However upon arriving to Sir Ulrich I found he had no wife. Anyway Lord Ulrich seems nice, he is very good with his sword. He must have the same training I recieved growing up in the whore house. I hope he can make good use of my skills I learned in my other careers. Now if I can only learn his weird language.

 


Bernhart Hartbrecht

Kommt aus Dascon Stadt ist Bürger der selbigen und hat dort in der Backstube das Vaters das Bäckerhandwerk gelernt. Eigentlich sollte er auch den Betrieb übernehmen. Jedoch gefiel ihm der Gedanke garnicht! Darum meldete er sich mit 25 zum Militär. Da bekommt man die Welt zu sehen usw. Dachte er. Und landete prompt in der Garnisonsküche. „Ein Bäcker kennt sich mit Essen und Ofen aus. Und Kartoffelschälen kann er sicher auch!“

Ein wenig hat er die Welt dadurch tatsächlich kennen gelernt. Denn zweimal, während seiner Dienstzeit, hat die Garnisonsküche den Markgrafen auf Reisen begleitet.

Nach 10 Jahren war wollte er nicht mehr Hilfskoch sein und er beendete seinen Dienst. Aber was nun? Seines Vaters Backstube war leider schon an seinen jüngeren Bruder Alfons vergeben.  Außerdem war ihm sein Vater immer noch böse wegen seine Treulosigkeit. Und als Geselle woanders arbeiten wollte er nicht mehr.

Die Reisen mit dem Grafen hatten ihm gut gefallen. Auch hatte er von Reisenden Edlen gehört. Von Rittern, Turnieren und Manövern. Darum kam ihm der Gedanke Söldner zu werden. Küchensöldner! (Das Küchenmesser ist ihm lieber als das Schwert.) Die Herrschaften mussten doch essen! Mit einem Eselkarren und seinen Töpfen machte er sich auf. Vielleicht trifft er ja sogar auf den berühmten Ritter Ulrich. Der sein Gefolge mit Silber und Fleisch füttert!

 


Arnulf Reinthaler
Arnulf ist der Inhaber des geschätzten Bestattungsunternehmens „Gebrüder Reinthaler“, das er zusammen mit seinem Bruder Wolfgang Reinthaler in erster Generation führt. Frei nach dem Motto: „Der Tod ist erst der Anfang“ betreiben die Brüder mit Anfangs großem Erfolg das Unternehmen. Seit jedoch die Hahnenkämpfe die Anzahl der direkten Duelle im Lehen reduziert haben läuft das Geschäft nicht mehr ganz so gut wie früher. Mit dabei ist auch Brunhilde Reinthaler, sein Eheweib, die als Lautenspielerin die stimmige Musik zu den Bestattungen beisteuert.
Arnulf geht nur ungern zum Milizdienst, da er sich für unbestimmte Zeit nicht um sein Geschäft kümmern kann. Der, zugegebenermaßen relativ hohe, Sold kann seinen finanziellen Verlust und den Verlust des Ansehens des Unternehmens nicht wieder wett machen. Arnulf wuchs als Sohn eines Bauern in der nähe von Dascon Stadt auf. Geprägt wurde seine Jugend von der Unsicherheit des Ackerbaus woraufhin Arnulf sich anschickte mit seinem Bruder eine Tätigkeit zu finden deren Konjunktur stabiler (oder besser gesagt gegensätzlich) zur allgemeinen Befindlichkeit des Volkes auswirkt. Gestorben wird schließlich immer.

Brunhilde Reinthaler
 Brunhildes Vergangenheit ist geprägt von ungewöhnlichen Vorkommnissen. Als vierfache Witwe musste sie sehr viel Leid ertragen. Glücklicherweise traf sie durch die zahlreichen Bestattungen ihrer Ehemänner ihren heutigen Ehemann, Arnulf Reinthaler, Inhaber des Bestattungsunternehmens Gebrüder Reinthaler. Als Lautenspielerin liefert sie nun die passende musikalische Begleitung zu den Bestattungen. Das Ableben ihrer Ehemänner unter geheimnisvollen Umständen war sowohl tragisch als auch merkwürdig. Dank ihrer Vorliebe zu roten Kleidern wird sie vor vorgehaltener Hand „Die Rote Witwe“ genannt.

 

Wolfgang Reinthaler

Wolfgang ist der ältere Bruder von Arnulf Reinthaler und betreibt mit ihm zusammen das Bestattungsunternehmen „Gebrüder Reinthaler“. Auch wenn das Unternehmen gerade nicht mehr so gut läuft wie früher, hat sich Wolfgang seine optimistische Ader bewahrt. Ob kurz oder lang muss schließlich jeder sterben und dann gibt es auch wieder mehr zu tun.

Wolfgang steht dem Milizdienst nicht so negativ gegenüber wie Arnulf. Zum einen weil er immer schon gerne fremde Länder sehen wollte, was als Sohn eines armen Bauern ein unerfüllbarer Traum war. Außerdem liebt er das Würfelspiel und generell alle Arten von Glücksspiel und hofft im Lager auf allerlei Spielpartner zu treffen, die seine Tricks noch nicht kennen.

Zum anderen sagt ihm sein Geschäftssinn, dass es an Orten wo viele Adelige mit Schwertern und kurzem Geduldsfaden sowie große Mengen Alkohol aufeinander treffen, bald Arbeit für die Gebrüder Reinthaler geben wird. Mit etwas Glück sogar sehr gut bezahlte Arbeit.

„Bei solchen Gelegenheiten…“ dachte sich Wolfgang „ist es gut in der Nähe zu sein. Nun natürlich nicht zu nah an den Schwertern. “

 


 

Weitere kommen bald.